(1/2) Digitalisierung gestalten: Mein Weg zur Rolle des Digitalisierungsbeauftragten in unserer Kanzlei

Published on April 2, 2026

Mein Name ist Marcel Blum, ich bin der Digitalisierungsbeauftragte bei der Steuerkanzlei Garrn & Nett, in Mülheim-Kärlich. Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen aufzeigen, wie mein Weg zur Rolle des Digitalisierungsbeauftragten war und warum es diese Rolle überhaupt braucht.

„Kannst du dir das mal anschauen? Du kennst dich doch mit der Technik aus.“

So oder so ähnlich begann mein Weg zum Digitalisierungsbeauftragten. Was als kleine Hilfestellung begann wurde Schritt für Schritt zu einer zentralen Rolle in unserer Steuerkanzlei: Dem Digitalisierungsbeauftragten.

Doch wie wird man eigentlich ein Digitalisierungsbeauftragter?

Ein heftiger Rückschlag als Ausgangspunkt 

Ehrlichweise war die Ausübung dieser Rolle nicht mein ursprünglicher Plan. Ich wollte Steuerberater werden. Aus diesem Grund richtete ich meine gesamte akademische Laufbahn (Bachelor- sowie Masterstudium mit Schwerpunkt Steuern) sowie den Start in die Berufswelt danach aus. Anschließend bereitete ich mich intensiv auf die Steuerberaterprüfung vor. Trotz aller Mühe bestand ich die Prüfung nicht. Dieser Rückschlag war zunächst sehr hart für mich, aber er öffnete mir den Weg zu der Rolle des Digitalisierungsbeauftragten.

Kein klassischer Ausbildungsberuf

Im Gegensatz zu den meisten Berufen im Steuerrecht gibt es jedoch keinen festen Ausbildungsweg, um sich Digitalisierungsbeauftragter nennen zu dürfen. Vielmehr habe ich über den Kanzleialltag, technisches Interesse und die Lust, Prozesse zu verbessern, in die Rolle hineingefunden. 

Typische Entwicklungsstationen auf meinem Weg

Bei genauer Betrachtung meiner Entwicklung kann ich drei grundlegende Stationen festhalten:

1. Der Technik-Affine

Zu Beginn war ich der Kollege, der mal eben den Drucker wieder zum Laufen brachte oder zeigte, wie eine DATEV Funktion besser genutzt werden konnte.

2. Projektmitarbeit

Mit der Zeit kamen größere Projekte hinzu, wie z.B. die Einführung einer Software bei einem Mandanten oder bei uns in der Kanzlei.

3. Vom Problemlöser zum Gestalter

Schließlich kam neben dem internen und externen Support-Tätigkeiten bzw. Projekte hinzu, welche nach vorne gerichtet sind und den Wandel in unserer Branche vorantreiben.

 

 

Mehr zu den Herausforderung in Teil 2 des Beitrags!

 

 

Über den Experten:

Marcel Blum gestaltet als Digitalisierungsbeauftragter in einer Steuerkanzlei den Wandel hin zu modernen, effizienten und mandantenorientierten Prozessen. Sein Fokus liegt auf der Einführung und Optimierung digitaler Workflows, der Automatisierung sowie der Integration neuer Technologien in den Kanzleialltag.

Er versteht Digitalisierung als Chance, Transparenz, Effizienz und Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessern. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Prozessoptimierung, DATEV- und Cloud-Anwendungen sowie die Schulung von Mitarbeitenden im Rahmen von Change-Management-Prozessen.

www.garrn-nett.de