
80 Prozent der Mitarbeitenden sind ohne gezieltes KI-Wissen im Job unterwegs!
KI-Kompetenz im Job: Zwischen Chancen, Pflicht und Nachholbedarf
Ob beim Formulieren von E-Mails, bei der Hintergrundrecherche oder beim Erstellen eines Protokolls aus Meeting-Notizen – Künstliche Intelligenz (KI) kann viele Aufgaben im Berufsalltag erleichtern. Doch damit der Einsatz auch wirklich produktiv, sicher und rechtskonform ist, braucht es vor allem eines: das nötige Know-how.
Eine aktuelle, repräsentative Bitkom-Studie zeigt, dass bislang nur 20 % der Berufstätigen in Deutschland durch ihren Arbeitgeber im Umgang mit KI geschult wurden. Weitere 6 % haben zwar Zugang zu entsprechenden Fortbildungen, nutzen diese aber nicht. Der große Rest – ganze 70 % – bekommt bislang gar keine Schulungen angeboten.
Dabei ist genau das künftig Pflicht: Die europäische KI-Verordnung verlangt von Unternehmen, dass alle Personen, die mit KI-Systemen in Berührung kommen – also auch Freelancer, Zeitarbeitskräfte oder Dienstleister – über ein „ausreichendes Maß an KI-Kompetenz“ verfügen. Seit Februar 2025 ist diese Vorgabe in Kraft, doch die praktische Umsetzung wirft vielerorts noch Fragen auf.
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont:
„KI kann Arbeit nicht nur effizienter, sondern auch angenehmer machen. Entscheidend ist, dass die Menschen die Tools kompetent und verantwortungsvoll nutzen – inklusive Wissen über Datenschutz und ethische Grenzen.“
Bitkom empfiehlt Unternehmen, KI-Schulungen bedarfsorientiert und zielgruppenspezifisch anzubieten – und das nicht als einmaliges Event, sondern kontinuierlich. Neben technischen Grundlagen sollten rechtliche Aspekte, ethische Fragestellungen sowie Lernräume zur praktischen Anwendung, Peer-Learning und Austauschformate in der Community Teil eines ganzheitlichen Weiterbildungskonzepts sein.
Die Haltung der Erwerbstätigen zur Zukunft von KI ist dabei durchaus ambivalent:
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14 % könnten sich vorstellen, dass KI ihren eigenen Job vollständig ersetzt.
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33 % halten es für denkbar, dass KI ihre Führungskraft ersetzen könnte.
Fazit: Der technologische Wandel ist da – und mit ihm die Verantwortung, Mitarbeitende fit für die neue Arbeitswelt zu machen. Auch für Unternehmen, die aktuell (noch) keine KI aktiv einsetzen, lohnt es sich, jetzt in Kompetenzen zu investieren. Denn KI ist längst nicht mehr nur ein IT-Thema, sondern eine Frage strategischer Zukunftsfähigkeit.
Quelle: bitkom
