(3/3) Hier kommt Alex: Remote

Published on May 28, 2026

Eine Kanzlei hat im Schnitt ein Einzugsgebiet von etwa 30 km. Das klingt erst mal ausreichend – ist es aber oft nicht. Wer nur lokal sucht, fischt in einem kleinen Teich.

Ein Unterschied der sich lohnt: Remote innerhalb Deutschlands anbieten. Nicht Remote-First für die ganze Kanzlei. Aber als Ergänzung für das Team – und als Hebel im Recruiting. Was mich dabei immer wieder überrascht: Es gibt Kanzleien die Buchhaltung an externe Dienstleister ins Ausland auslagern – aber sich nicht vorstellen können dass jemand dieselbe Arbeit remote aus Deutschland für sie erledigt. Das ist kein Vorwurf. Aber es ist ein Widerspruch der sich lohnt zu hinterfragen.

Remote bringt natürlich Themen mit sich die man ernst nehmen muss: Onboarding, Kommunikation, Erwartungshaltung im Team und ein Minimum an Controlling. Das ist kein Selbstläufer. Aber es ist lösbar. Und wer den Schritt zu vollständig remote noch nicht gehen will: Eine Hybridstelle mit einem Tag pro Woche vor Ort ist ein sinnvoller Einstieg. Der Einzugsradius wächst damit von 30 auf etwa 100 km – und damit auch die Anzahl potenzieller Bewerber deutlich.

Den Unterschied zwischen „niemanden finden“ und „die Auswahl haben“ macht oft nicht das Gehalt. Manchmal reicht es, den Radius zu erweitern.

 

Über den Experten:

Alexander Godjali ist Experte für Talent Acquisition, Personalmarketing und Employer Branding. Mit über 8 Jahren Recruiting-Erfahrung, davon 4 Jahre in Kanzleien, sowie zusätzlicher Vertriebsexpertise berät er Kanzleien heute über seine eigene Agentur A Good Agency.


www.agood.agency